Focustyle Studio FCM-500 Cimbasso
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- Tonart: F
- Schallbecher-Durchmesser: 286 mm
- Bohrung: 18,4 mm
- Züge: Komplett aus Neusilber
- Ventile: 5 Ventile, Trigger auf dem zweiten Zug
- Ausstattung: Daumenring, 2 Wasserklappen
- Zubehör: Leichtes Schaumstoff-Formetui
Die Cimbasso ist ein tiefes Blechblasinstrument des Orchesters, das typischerweise in F (oder manchmal in Es) gestimmt ist und einen Tonumfang besitzt, der dem einer Tuba oder Kontrabassposaune entspricht. Sie zeichnet sich durch eine überwiegend zylindrische Bohrung, einen nach vorne gerichteten Schallbecher (der beim Spielen oft leicht nach unten zeigt) und in der Regel 4 bis 6 Dreh- oder Perinetventile für das chromatische Spiel aus. Moderne Versionen sind etwa 120 cm hoch, stehen auf einem verstellbaren Stachel und werden mit einem tiefen Kesselmundstück gespielt, das dem einer Tuba ähnelt, wodurch das Instrument von Tubisten gespielt werden kann. Im Gegensatz zur breiteren, konischeren Tuba erzeugt die Cimbasso einen dunkleren, fokussierteren Ton, der sich nahtlos in den Posaunensatz einfügt – weshalb sie als Bassstimme in Blechbläserregistern hochgeschätzt wird.
Die moderne Cimbasso entwickelte sich aus Verdis Vision einer „Trombone basso Verdi“ im späten 19. Jahrhundert, die explizit als Ventil-Bassposaune für seine Opern konzipiert war. Diese historische Verbindung bindet sie direkt an die Posaonenfamilie, trotz der Verwendung von Ventilen anstelle eines Zuges. In der Praxis verdoppelt oder ersetzt die Cimbasso im Orchester oft die Bass- oder Kontrabassposaune, was ihre Rolle innerhalb der Posaonenfamilie und nicht als eigenständiges tubaähnliches Instrument unterstreicht.
Heute ist die Cimbasso in Orchestern primär ein Nebeninstrument für Tubisten, insbesondere für die italienische Oper der Spätromantik. Ihr markantes Timbre findet auch in Filmmusiken (z. B. Hans Zimmers Inception oder in Call of Duty-Soundtracks) und sogar in Jazz-Bigbands Verwendung. Sie ist kein transponierendes Instrument und wird für ihre agile Spieltechnik geschätzt – dank der Ventile ist sie schneller als eine Kontrabass-Zugposaune –, während sie im Vergleich zum warmen Luftstrom der Tuba einen „kühlen Luftstrom“ beim Anblasen bewahrt.
