Focustyle Studio FSB-500 Bass Barockposaune (Bass-Sackbut)
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- Stimmung: F
- Schallbecher: 6" (150 mm)
- Bohrung: 0,493" (12,5 mm)
- Schallbecher aus Goldmessing
- Innen- und Außenzug aus Neusilber
- Spezieller Zuggriff aus Holz
- Druckknopf-Wasserklappe
Das Sackbut (Barockposaune) ist eine frühe Form der Posaune, die in Europa vom Spätmittelalter über die Renaissance bis zum Barock (etwa vom 15. bis zum frühen 18. Jahrhundert) eine bedeutende Rolle spielte. Ihr Name leitet sich vom altfranzösischen „saqueboute“ ab, was „drücken-ziehen“ bedeutet und den Zugmechanismus beschreibt – ein entscheidendes Merkmal, das es von anderen Blechblasinstrumenten seiner Zeit unterschied. Es ist im Wesentlichen der Vorfahre der modernen Posaune, besitzt jedoch spezifische Eigenschaften, die auf die Musik und Aufführungspraxis seiner Epoche abgestimmt sind.
Der Ton des Sackbuts ist weicher, fülliger und weniger „blechern“ als der einer modernen Posaune, wodurch er sich nahtlos in den Klang von Gesangsstimmen und anderen historischen Instrumenten wie Zinken, Violen oder frühen Orgeln einfügt. Sein Dynamikumfang war subtiler und eher für die intime Atmosphäre von Kirchen, Höfen oder kleinen Ensembles geeignet als für große Konzertstile. Dank des Zuges konnte es chromatisch spielen und bot eine für Renaissance-Blechbläser seltene Flexibilität, obwohl sich die Spieler meist innerhalb des für die Musik dieser Zeit typischen diatonischen oder modalen Rahmens bewegten.
Wenn Sie es sich bildlich vorstellen möchten, denken Sie an ein schlankes, elegantes Messinghorn mit einem dezenten Schallbecher und einem fast grazil wirkenden Zug – eine Klangzeitkapsel aus der Zeit vor 500 Jahren. Um es zu hören, empfehlen sich Aufnahmen von Gabrielis Canzoni oder Praetorius' Terpsichore, in denen sich die Sackbuts durch reiche, polyphone Texturen weben.
