Focustyle Elite FTB-480 Superbone (Hybrid-Posaune)
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- Tonart: B (Bb)
- Schallbecher-Durchmesser: 215 mm (8,46")
- Bohrung: 12,7 mm (0,500") – 13,33 mm (0,525")
- Schallbecher: Goldmessing
- Züge: Neusilber-Züge
- Ventile: Neusilber-Perinetventile
- Optionen: Komplett versilbert erhältlich
- Zwei Mundstücke: kleiner Schaft (nah an 12C) und großer Schaft (nah an 6-1/2AL).
- Zubehör: Leichtes Etui
Die Superbone ist ein hybrides Blechblasinstrument aus der Posaunenfamilie, das die Eigenschaften einer Zugposaune mit denen einer Ventilposaune kombiniert. Sie verfügt sowohl über einen traditionellen Posaunenzug (üblicherweise mit sieben Positionen) zur Tonhöhenänderung als auch über drei Ventile (in der Regel Perinet- oder Drehventile), die wie bei einer Trompete oder Ventilposaune schnellere Tonwechsel ermöglichen. Meist in B gestimmt, bietet sie einen posaonentypischen Klang, gewinnt jedoch durch die Ventile an Vielseitigkeit: Diese können allein, zusammen mit dem Zug oder in Kombination für Spezialeffekte wie Triller oder schnelle Passagen genutzt werden.
Die Superbone entstand in den 1970er Jahren, wobei eine bekannte Version von Larry Ramirez (Holton Musical Instruments) in Zusammenarbeit mit dem Jazztrompeter Maynard Ferguson patentiert wurde. Frühere Modelle wie die Holton TR-395 hatten eine enge Bohrung (ca. 0,484 Zoll), was ihnen eine helle, trompetenähnliche Qualität verlieh. Moderne Versionen von Herstellern wie Schagerl (entwickelt mit James Morrison) oder Focustyle nutzen eine größere Bohrung (0,525 Zoll) für einen volleren Posaunenklang. Ihre Bauweise – oft mit einer abnehmbaren Ventilsektion zwischen Zug und Schallbecher – macht sie zwar schwerer als eine Standardposaune, aber äußerst praktisch für Musiker, die sowohl die Zug- als auch die Ventiltechnik beherrschen.
Das Instrument wird am häufigsten mit Jazz und experimenteller Musik assoziiert und von Künstlern wie Ferguson (z. B. auf „Superbone Meets the Bad Man“) oder Ashley Alexander verwendet. Letzterer bezeichnete sie als „Doppelposaune“ und demonstrierte ihre Flexibilität in zahlreichen Auftritten. Obwohl sie nicht so weit verbreitet ist wie traditionelle Posaunen, wird sie in Genres, die sowohl die Expressivität eines Zuges als auch die Agilität von Ventilen erfordern, für ihre einzigartigen Fähigkeiten geschätzt.
